Druse – eine Infektionskrankheit bei Pferden

Aufgrund wieder vermehrten Auftretens möchte ich euch heute etwas zu der Krankheit Druse schreiben.

Die Druse ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Spezies Streptococcus equi verursacht wird. Diese Krankheit ist weder anzeige- noch meldepflichtig, dennoch sollten alle betroffenen Personen (z.B. Hufschmied, Trainer, Pferdehalter, Stallbesitzer  usw.) informiert werden, um die Infizierung von weiteren Tieren zu vermeiden.

Infektion

Die Bakterien können von Pferd zu Pferd durch direkten Kontakt oder über Träger wie beispielsweise Wasserkübel, Gebisse oder auch das Pflegepersonal übertragen werden. Die Erkrankung eines Tieres hängt auch vom individuellen Immunsystems des Tieres ab, grundsätzlich erkranken eher jüngere und ältere Tiere. Die höchste Ansteckungsgefahr besteht bei Veranstaltungen oder auch Transporten, bei denen viele Pferde aus unterschiedlichen Ställen zusammenkommen.

Symptome

Die Druse zeigt sich nach einer Inkubationszeit von ungefähr 3 – 14 Tagen häufig mit Symptomen wie grünlich-gelber Nasenausfluss, Fieber, Appetitlosigkeit, Schläfrigkeit, Husten und Schwellung der Lymphknoten im Kopfbereich.Die Lymphknoten sind Hauptziel der Bakterien und so ist der Eiter sehr stark erregerhaltig. Als Komplikation können die Lymphknoten so vergrößert und schmerzhaft sein, dass Kehlkopf und Luftröhre verengt werden und die Pferde unter Atemnot leiden.

Diagnose und Therapie

Der Nachweis einer akuten Erkrankung kann mit einer bakteriologischer Untersuchung von Nasen- oder Rachentupfern erfolgen.

Die Behandlung der Druse ist derzeit umstritten, da die Gabe von Antibiotika meist nicht gerechtfertigt ist. Wichtig ist es auf jeden Fall, das betroffene Tier ca. 6 – 8 Wochen zu isolieren, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Dies bedeutet, dass das erkrankte  Pferd weder direkten noch indirekten Kontakt mit anderen Pferden haben darf. Ebenso sollte eine strenge Hygiene eingehalten werden. Die Druse-Bakterien lassen sich von üblichen Desinfektionsmitteln gut abtöten. Im isolierten Stallbereich sollten fremde Personen, Hunde oder Katzen keinen Zugang erhalten.

Die meisten Pferde werden innerhalb von 7 – 10 Tagen wieder gesund und behalten keine bleibenden Schäden zurück. Ein geheiltes Tier sollte erst dann wieder in die Herde zurückkehren, wenn wiederholt keine Bakterien in der Tupferprobe nachgewiesen werden konnten.

 

Quellen:

Klinik für Pferde der Ludwig-Maximilians-Universität München, Innere Medizin und Reproduktion
http://www.pferd.vetmed.uni-muenchen.de/download/infosheet_druse.pdf

Dr. Uwe Högel, PGD der Sächsischen Tierseuchenkasse
http://www.tsk-sachsen.de/index.php/pferdegesundheit/194-die-druse-eine-hoch-ansteckende-pferdeerkrankung

 

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